Rad- und Pädagogikworkshops in Zwettl

Eine Gruppe von Menschen, die für ein Foto posierenDie Teilnehmer am Radworkshop verbessern über die Wintermonate die Radangebote, überarbeiten und erweitern die regionale Radkarte.Im kommenden Jahr soll die Radkarte Zwettl-Schweiggers neu aufgelegt werden. Dieses Vorhaben nahm die Stadtgemeinde zum Anlass, um Radbegeisterte aus der Region am 6. November zu einem Workshop ins Stadtamt zu laden. Zu Beginn der Veranstaltung stellte Elisabeth Moll das internationale Projekt Cisterscapes kurz vor, denn schließlich soll die Zwettler Klosterlandschaft, die 2024 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurde, für ein möglichst breites Publikum erlebbar gemacht werden. Und wie könnte man eine Landschaft besser erkunden, als mit dem Fahrrad oder zu Fuß? Daher setzt das Interreg-Projekt „Cisterscapes VB-Zw-ZnS“ Schwerpunkte auf Wandern und Radfahren sowie auf digitale und traditionelle Bildungsprogramme.

Verbesserung der Radangebote

Die Stadträte Alexander Leutgeb und Paul Robl machten anschließend gemeinsam mit den Workshopteilnehmern eine Bestandsaufnahme der Radwege in der Region. Diese zeigt, dass Zwettl grundsätzlich nicht schlecht aufgestellt ist. Schließlich gibt es fünf Zwettl-Radwege und vier Mountainbike- bzw. Graveltour-Strecken. Weiters führen vier überregionale Radrouten durch das Gemeindegebiet, wie Monika Prinz und Desiree Berger von der Touristinfo anmerkten. Aber, und da waren sich alle einig, es gibt Verbesserungsmöglichkeiten. Eine dieser wäre die Erneuerung und Vereinheitlichung der Beschilderungen, die möglichst bald auf den Radwegen umgesetzt werden soll.

Weiters wurden im Zuge des Interreg-Projekts neue Radwege entwickelt, die zu den Points of Interest in der Zwettler Klosterlandschaft führen. Diese Routen werden nun einer fachkundigen Kontrolle durch Zwettler Radbegeisterte unterzogen, kategorisiert, digitalisiert und letztlich in die neue Radkarte aufgenommen. Außerdem soll ein zentraler Startplatz für Radwege entstehen, wo Gäste und Einheimische alle, für Radler wichtigen Informationen an einem Ort erhalten. So wird die „radfreie“ Winterzeit mit den notwendigen Planungsarbeiten gut genutzt, wodurch im Frühjahr 2026 die aktualisierten Routen top gewartet den RadlerInnen zur Verfügung stehen. 

Angebot für Freizeitpädagogik entstehtEine Gruppe von Menschen hält ein TransparentDie outdoor Bildungsangebote in der Zwettler Klosterlandschaft wurden von einer großen Schar Kultur- und FreizeitpädagogInnen sehr positiv aufgenommen.

Doch auch im Bildungsbereich nimmt das Interreg-Projekt Fahrt auf. Die Rückmeldungen auf die Einführung von Bildungsangeboten in der Zwettler Klosterlandschaft waren durchwegs positiv. Es folgten so viele der Einladung zum Workshop am 7. November, sodass die Veranstaltung kurzfristig in den Großen Sitzungssaal verlegt werden musste, damit alle Platz fanden.

Die Archivare Andreas Gamerith und Elisabeth Moll nutzten die Möglichkeit, der großen Schar an Interessierten, Freizeit-, Kräuter- und WaldpädagogInnen, Cisterscapes, die Optionen von Kooperationen und bereits entwickelte Bildungsprogramme vorzustellen. Der Funke sprang über, und die TeilnehmerInnen brachten sogleich weitere Ideen ein, wie die Bedeutung der Zwettler Klosterlandschaft und ihr europäisches Erbe möglichst niederschwellig einem großen Publikum nähergebracht werden könnten. Für Jänner ist bereits ein nächster Workshop geplant, bei dem konkret an den großen Themen Wald, Wiese und Wasser gearbeitet wird.

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