Jahndenkmal

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Jahndenkmal

An der Promenade neben dem Zwettlfluss befindet sich das sogenannte „Jahndenkmal“. Es wurde über Initiative des Zwettler Turnvereins anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Turnen in Zwettl“ errichtet. 

Schon in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es in Zwettl einen „Turnklub“. 1886 entstand daraus der „Deutsche Turnverein“, der die Pflege des deutschen Turnens als Mittel zur Förderung der allgemeinen Tüchtigkeit und des deutschen Nationalgefühls zum Ziel hatte. Als der Verein 1890 behördlich aufgelöst worden war, gründete man noch im selben Jahr den „Turnverein Jahn“, der sich ab 1902 „Turnverein Zwettl“ nannte. 1907 wurde dem Verein die Wiese an der Promenade als Spielplatz überlassen. Hier, ganz in der Nähe, errichteten die Turner 1930 ein Jahn-Denkmal, das 1949 in ein Denkmal für den Komponisten und Ehrenbürger Adolf Kirchl umgestaltet wurde. 1994 errichteten der Österreichische Turnerbund und der Zwettler Turnverein etwas weiter flussabwärts an der Promenade wieder ein Jahn-Denkmal. 

Das Bronzerelief auf diesem Denkmal stammt vom Zwettler Künstler Rudolf Pritz (1905 – 1945) und zeigt ein Portrait von Friedrich Ludwig Jahn (1778 – 1852). Der sogenannte Turnvater Jahn war der Begründer der deutschen Turnerbewegung und gilt als Erfinder der Turngeräte Reck und Barren. Das Turnen war für Jahn jedoch keineswegs nur ein gesundheitsfördernder Zeitvertreib. Vielmehr gründete er die Turnbewegung, um die Jugend „durch Leibesübungen waffenfähig“ zu machen. In seinen Schriften vertrat er auch einen radikalen völkischen Nationalismus und fremdenfeindliche Ideen, was ihn zum Vorbild für spätere deutschnationale Bewegungen machte. 

Der Österreichische Turnerbund und der Zwettler Turnverein lehnen jede Art von Totalitarismus, Rassismus und Antisemitismus ab und bekennen sich ausdrücklich zur Republik Österreich und zu deren demokratischen Grundsätzen.

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