
Stadt- und Gemeinderäte testeten die neue „GENUSS-Stadtführung“, mit im Bild: Bürgermeister LAbg. ÖkR Franz Mold, die Stadtführer Christine Mayerhofer, Helmut Hahn und Wolfgang Steinbauer sowie Vizebürgermeister Alexander Leutgeb (vorne, v.l.).
© Stadtgemeinde Zwettl-NÖ
Bei traumhaftem Frühlingswetter führten die beliebten Stadtführer Christine Mayerhofer und Wolfgang Steinbauer am 28. April Bürgermeister LAbg. ÖkR Franz Mold, Vizebürgermeister Alexander Leutgeb sowie zahlreiche Stadt- und Gemeinderäte bei der neuen „GENUSS-Stadtführung“ durch die charmante Zwettler Innenstadt. Bei dem spannenden Themenspaziergang kamen die Teilnehmer in den Genuss fünf regionaler Spezialitäten in echter Bioqualität. Alle Fotos finden Sie in unserer Bildergalerie.
Begrüßungssåft und a Erpfi-Wurz’n
Bei der Begrüßung im Alten Rathaus durch die Stadtführer erhielten die Besucher Einblicke in die Entstehung der Stadt Zwettl und konnten dabei eine „Erpfi-Wurz’n“ (ein Gebäckstück aus Brotteig und Kartoffeln) verkosten und dazu ein Begrüßungsgetränk genießen.
Vor der Volksbank erfuhren die Zuhörer, dass sich hier einst das „Hotel zum Goldenen Löwen“ befand, in welchem sogar der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand 1904 genächtigt haben soll.
Auch dem Verzehr von Speisefischen wurde in der Vergangenheit nachgegangen. So gab es in Zwettl die sogenannte „Buagamoastalocka“, einen kleinen ruhigen Seitenarm des rechten Kampufers, wo sich heute der Kampparkplatz bei der Freiwilligen Feuerwehr befindet, und den städtischen Fischteich auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Hahn. Dort durfte man bei entsprechender Berechtigung fischen.
Am Hauptplatz wurde vom Markttreiben in der Zwettler Innenstadt und den Zwettler Montagsmärkten erzählt, mit Anekdoten, wie und wofür damals Recht gesprochen wurde.
Original Zwettler Mohnzelten
Eine weitere Station der Genuss-Tour fand vor dem ehemaligen „Brotgassl“ (heutiger Parkplatz vor dem Geschäft Blumen Steininger) statt, wo die Teilnehmer einen BIO Dinkel-Vollkorn-Mohnzelten erhielten – verpackt und mit der Option, diesen als Mitbringsel ihren Liebsten mit nach Hause zu nehmen oder vor Ort zu genießen.
Daraufhin führte der Weg in die „Badgasse“, wo der einstige Bader seine Dienste als Betreiber einer Badestube anbot. Er fungierte als Barbier, Wundarzt und „Chirurg“ für die einfache Bevölkerung, indem er Haare schnitt, Zähne zog, Aderlässe durchführte und Wunden versorgte. Als Vorläufer der heutigen Ärzte war er eine wichtige soziale Einrichtung.
Z’aumstellen auf a Trankl und a kloane Jaus‘n
Bei einem gemütlichen Ausklang auf dem Dreifaltigkeitsplatz durften die Teilnehmer ein zuvor ausgewähltes Jausenstangerl in drei Variationen sowie ein Getränk nach Saison vom BIO-Genusskaffeehaus Hölzl wählen.
Bürgermeister Franz Mold bedankte sich abschließend bei den Stadtführern für den genussvollen Stadtspaziergang, bei dem alle Teilnehmer mit geschichtlichem Wissen, lustigen Anekdoten und schmackhaften Lebensmitteln verwöhnt wurden.